die Nitratinitiative

Wer sind wir?

Hinter der Initiative stehen eine Gewerkschaft, 10 Umweltverbände und ein Wasserwirtschafts-verband.
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Was ist unser Ziel?

Die Nitrateinträge nachhaltig zu reduzieren und den Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter im Grundwasser einzuhalten.
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Was machen wir?

Wir wirken mit zielgerichteten Beiträgen und Aktionen auf die Notwendigkeit einer gewässer- und umweltverträglichen Landwirtschaft hin.
Aktuelle Meldungen

Was haben wir bisher erreicht?

Wir setzen konkrete Minderungsmaßnahmen durch und vermindern weitere Nitrateinträge.
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Der Schutz der Wasserressourcen ist ein hohes Gut.

Aktuelle Meldung

Nitratinitiative warnt vor Rückschritten beim Grundwasserschutz im Düngegesetz

11. Juni 2026

Bundesrat berät am 12. Juni über Ausschussempfehlungen – Agrar- und Umweltausschuss schlagen diametral unterschiedliche Wege vor

Die Nitratinitiative warnt vor deutlichen Rückschritten beim Düngegesetz. Der Bundesrat berät am 12. Juni 2026 über die Ausschussempfehlungen zum Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Düngegesetzes. Dabei zeigen die Empfehlungen, die im Vorfeld des Bundesratsplenums von Agrar- und Umweltausschuss abgegeben wurde, in gegensätzliche Richtungen.

Der Umweltausschuss fordert rechtssichere Gebietsausweisungen, belastbare Datengrundlagen und eine stärkere Einbindung der Wasserwirtschaftsverwaltungen. Der Agrarausschuss schlägt dagegen Streichungen vor, die genau dort ansetzen, wo das Düngegesetz fachlich, rechtlich und europapolitisch gestärkt werden müsste. Bezüge zu unionsrechtlichen Vorgaben, Verbindlichkeit und mit Nitrat belasteten Gebieten werden gestrichen oder abgeschwächt. Damit würden die Empfehlungen des Agrarausschusses aus Sicht der Nitratinitiative keine Verbesserung, sondern eine Verschlechterung des Düngegesetzes bedeuten.

Besonders kritisch bewertet die Nitratinitiative die Empfehlungen des Agrarausschusses. Diese Vorschläge schwächen aus Sicht der Nitratinitiative den Schutz von Grund- und Oberflächengewässern und erhöhen das Risiko neuer rechtlicher Auseinandersetzungen mit Blick auf die Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie. Damit stehen erneut rechtliche Risiken und zusätzliche Belastungen für die Wasserwirtschaft im Raum. Wird der Gewässerschutz im Düngerecht geschwächt, kann am Ende auch der Aufwand für die Trinkwasseraufbereitung steigen.

Mit der vorgeschlagenen Streichung von § 3 Absatz 2a DüngG-E entfällt die Ermächtigung, die zumindest noch einen Weg für ein verbindliches und verursachergerechtes Nährstoffbilanzierungsinstrument eröffnet hätte. Das ist aus Sicht der Nitratinitiative eine klare Absage an einen wirksamen Gewässerschutz. Ohne eine belastbare Erfassung der Nährstoffzufuhr und -abfuhr bleiben Stickstoffüberschüsse schwer nachvollziehbar. Eine verbindliche Nährstoffbilanzierung ist jedoch entscheidend, um Überschüsse zu erkennen, Nährstoffverluste in die Umwelt zu minimieren und Gewässer wirksam zu schützen.

Auch die weiteren Vorschläge des Agrarausschusses weisen in die falsche Richtung. Der ausdrückliche Bezug auf unionsrechtliche Vorgaben bei Ausnahmen für gewässerschonend wirtschaftende Betriebe soll gestrichen werden. Zugleich soll der Bezug zu mit Nitrat belasteten Gebieten abgeschwächt oder gestrichen werden. Beides würde aus Sicht der Nitratinitiative neue Rechtsunsicherheit schaffen. Die Ausweisung nitratbelasteter Gebiete ist keine Formalie, sondern Voraussetzung dafür, Maßnahmen dort anzusetzen, wo Belastungen tatsächlich bestehen.

Deutschland braucht ein Düngerecht, das Rechtssicherheit schafft, europäische Vorgaben erfüllt und den Schutz von Grund- und Oberflächengewässern verbindlich absichert. Die Vorschläge des Agrarausschusses leisten aus Sicht der Nitratinitiative das Gegenteil. Sie bedeuten Rückschritt statt Fortschritt und gefährden aus Sicht der Nitratinitiative die notwendige Verlässlichkeit für Landwirtschaft, Vollzug, Wasserversorgung und Wasserwirtschaft.

 

Über die Nitratinitiative

Die Nitratinitiative besteht aus einer Gewerkschaft (ver.di), zehn Umweltverbänden und dem BDEW. Das gemeinsame Ziel ist es, die Nitratkonzentration in Gewässern zu begrenzen. Mit zielgerichteten Beiträgen und Aktionen soll auf die Notwendigkeit einer gewässer- und umweltverträglichen Landwirtschaft aufmerksam gemacht werden, denn sauberes Wasser ist ein hohes Gut.

 

Verantwortliche in den Verbänden:

Martin Weyand – BDEW – Hauptgeschäftsführer Wasser /Abwasser

Patrick Müller – BUND – Referent für Agrarpolitik, Schwerpunkt Tierhaltung

Björn Pasemann – DNR – Referent für Naturschutz und Agrarpolitik

Sascha Müller-Kraenner – DUH – Bundesgeschäftsführer

Anne Hamester – Greenpeace – Landwirtschaftsexpertin Greenpeace

Wolfgang Deinlein – IAWR – Geschäftsführer

Clivia Conrad – ver.di – Leiterin Bundesfachgruppe Wasserwirtschaft

Unsere aktuellen Beiträge

Pressemitteilungen

In dieser Rubrik sind alle Pressemitteilungen rund um das Thema EU-Nitratrichtlinie und deren Umsetzung in deutsches Recht zusammengetragen.

Stellungnahmen

In dieser Rubrik sind alle Stellungnahmen rund um das Thema EU-Nitratrichtlinie und deren Umsetzung in deutsches Recht zusammengetragen.

Studien & Gutachten

Wissenschaftlich fundierte Ergebnisse aus Studien und Gutachten untermauern die Forderungen und das Engagement der Nitratinitiative. Finden Sie hier die Ergebnisse und Zusammenfassungen der wichtigsten Studien.

Filme

Was macht Nitrat so gefährlich? Wie sieht eine gewässerverträgliche Landwirtschaft aus? Was ist Gülle-Tourismus? – Diese und viele weitere Fragen beantworten kurze Filme, in denen Wissenschaftler*innen und andere Experten zu Wort kommen.

Praxis

Hier werden nicht nur verschiedene Aktivitäten, die auf das Thema der Nitratbelastung aufmerksam machen, sondern auch erfolgreiche Kooperationen zwischen Landwirtschaftsbetrieben und Wasserversorgungsunternehmen in Trinkwassereinzugsgebieten mit Nitratproblemen vorgestellt.

Q & A

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema Nitrat sowie Hintergrundwissen zu Gesetzen, Verordnungen und mehr.